9-Euro-Ticket Erfahrungen, Kritik & Probleme

Seit wenigen Tagen gibt es für alle das 9-Euro-Ticket zu kaufen. Grund für die Einführung ist es, die Bürger finanziell zu entlasten (Entlastungspaket der Ampel-Koalition) und auf Wunsch der Gründen mehr Bürger zur Nutzung des ÖPNV zu bringen. Doch schon jetzt gibt es Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket die das ganze in Frage stellen.

Das Ticket kostet 9 Euro pro Monat und ermöglicht es dem Inhaber einen Monat lang in ganz Deutschland mit Bus, Bahn oder Regionalzügen zu fahren. Doch schon jetzt gibt es die ersten Probleme mit dem 9-Euro-Ticket.

9 Euro Ticket kostet Milliarden und bringt nichts

Die Deutsche Bahn existiert nur noch, weil der Bund für die Schulden des Unternehmens geradesteht. Also dank der Steuerzahler kann die Bahn dieses Ticket überhaupt erst anbieten. Doch das scheinen viele nicht so zu sehen und sind dankbar, für nur 9 Euro im Monat quer durch Deutschland reisen zu können. Gerade für Geringverdiener eine riesige Entlastung – sofern diese in Ballungsgebieten und nicht in ländlicher Gegend wohnen.

Noch vor der Corona-Krise im Jahr 2019 verzeichnete die Bahn Rekordzahlen bei den Fahrgästen. Dennoch wurden die Schulden aufgrund von Investitionen in Züge und Infrastruktur immer mehr. Die Corona-Pandemie gab der Deutschen Bahn dann den Rest und bis 2020 schaffte es das Unternehmen auf ein Minus von 5,7 Milliarden Euro. Dennoch existiert das Unternehmen weiter und das 9-Euro Ticket wird den Steuerzahler voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro kosten. Die Bahn kann sich diese Summe sicher nicht leisten.

9-Euro-Ticket Kritik

Kritik gegenüber dem 9-Euro-Ticket kommt von allen Seiten. Schon im Vorfeld war es mehr als fraglich, ob das ganze funktioniert und überhaupt Sinn macht. Klar ist, die Kosten trägt der Steuerzahlen.

Einnahmenverluste

Regionale Verkehrsbetriebe haben möglicherweise Verluste beim Verkauf der normal verfügbaren Fahrkarten. Denn davon leben diese und der Beschluss des 9 Euro Tickets kommt hingegen vom Bund. Zwar erstattet der Bund den Ländern etwa 2.5 Milliarden Euro, aber es ist fraglich, ob damit wirklich ein Ausgleich stattfinden kann. Denn laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing erwarten die Länder für diese drei Monate 2022 etwa 10 Milliarden Euro durch Ticket-Einnahmen. Wie genau das ganze ausgeht bleibt also abzuwarten…

Menschen für ÖPNV begeistern

Das Ticket soll neben der Entlastung auch mehr Menschen für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel begeistern. Man erhofft sich, dass mehr Menschen vom Auto auf die öffentlichen Umsteigen. Doch ist dies tatsächlich mit dem 9-Euro-Ticket möglich? Wenn Neulinge in überfüllte Züge steigen und sich mit Verspätungen und Überlastungen abquälen?

Es gibt Umfragen die belegen, dass der Deutsche lieber mit dem Auto unterwegs ist. Und das aus unterschiedlichen Gründen. Gerade Bürger die in ländlicher Gegend wohnen, haben meist keine andere Wahl, da das Streckennetz nicht gut genug ausgebaut ist. Also was soll das 9-Euro-Ticket daran ändern?

Für andere ist es schlichtweg zu kompliziert den ÖPNV zu nutzen.

Beispiel 1:
Der Fußweg zum Bahnhof ist 10 Minuten. Am Bahnhof angekommen wird auf den Zug gewartet. Um zur Arbeit zu kommen muss der Kunde 2x Umsteigen. Ein reibungsloser Ablauf setzt voraus, dass keiner der Züge Verspätung hat und die Anschlusszüge erreicht werden. Andernfalls erhöht sich die Wartezeit und man kommt zu spät zur Arbeit. Mit dem Auto sind es 20 Minuten zur Arbeit.

Beispiel 2:
Wohnsitz auf dem Land. Die Züge fahren nur etwa alle 60 Minuten und setzen voraus, dass man im Anschluss den Zug oder Buss erwischt.

Es ist also von Anfang an klar gewesen, dass man mit dem Ticket nur Menschen begeistern könnte, die in Städten wohnen. Für Bürger aus ländlicher Region nach wie vor völlig uninteressant. Und es ist mehr als fraglich, ob mögliche Neukunden nach Ende des 9-Euro-Tickets immer noch begeistert sind, wenn die regulären Preise wieder fällig werden.

Überfüllte Züge

Schon vor dem offiziellen Start des 9-Euro-Tickets wurden über 7 Millionen Tickets verkauft. Ein Ansturm auf die Züge wird damit immer wahrscheinlicher. Womöglich ist mit einem Ansturm erst in den Ferien und/oder Wochenenden zu rechnen – wenn überhaupt. In Österreich wurde eine ähnliche – aber mit 91,25 Euro im Monat deutlich teurere – Entlastung der Bürger eingeführt. Diese führte bereits dazu, dass Züge teilweise wegen Überfüllung geräumt werden müssen.

Die Verkehrsbetriebe wollen auf stark belasteten Strecken die Möglichkeiten erweitern. Wie das finanziell und personell funktionieren soll ist fraglich.

Verkehrsbetriebe am Limit

Spätestens seit der Corona-Pandemie haben viele Verkehrsbetriebe zu kämpfen. Nicht zuletzt wegen Personalmangel kommt es dabei immer wieder zu Fahrplanänderungen. Nun soll ein möglicher Ansturm durch das 9-Euro-Ticket abgefangen werden der die Kassen der Verkehrsunternehmen – laut aktuellem Stand – leider nicht entlastet.

9-Euro-Ticket App Probleme

Neben dem Ticket wurde von der Deutschen Bahn auch eine “extra” eine “9-Euro-Ticket-App” ins Leben gerufen. Diese App dürfte an Schwachsinn nicht zu übertreffen sein. Warum, dass erfährst Du nachfolgend:

  • Nur ohne Schufa (Nützlich für finanziell angeschlagene)
  • Zahlung nur per Lastschrift oder Kreditkarte
  • Identische Funktion auch in der DB-App
  • Import-Expert in andere App nicht möglich
  • Nutzung setzt voraus, dass die App funktioniert

Warum diese App geschaffen wurde ist unklar. Denn schließlich kann man auch in der DB Navigator App von der Deutschen Bahn das 9-Euro-Ticket kaufen. Wer allerdings diese Variante gewählt hat kann nicht mehr umsteigen. Typisch Bahn!

Die Nutzung einer Fahrkarte per App setzt grundsätzlich immer voraus, dass die App auch funktioniert. Macht die 9-Euro-Ticket-App Probleme oder ist der Akku leer, zählt man wohl als Fahrer ohne gültigen Fahrausweis.

Wer die Entwicklung- & Instandhaltungskosten für die 3-monatige App bezahlen soll ist offiziell nicht bekannt.

9-Euro-Ticket Erfahrungen

Kommen wir nun aber zu euren Erfahrungen oder eurer Kritik mit/am 9-Euro-Ticket. Wir haben ja schon einige Punkte dazu aufgezählt und hoffen ihr könnt was neues berichten was wir übersehen haben. Grundsätzlich interessiert uns auch, was ihr von dem Ticket haltet und wie voll beispielsweise in eurer Region die Züge sind. Oder gab es Probleme mit dem 9-Euro Ticket bei der Nutzung?

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